Tagesgeldkonten: Bis zu 4% Zinsdifferenz

Auch wenn einige Banken Spitzenzinsen auf Tagesgeldkonten bezahlen, so gibt es gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Tagesgeldangeboten. Derzeit liegt die Zinsdifferenz zwischen den verfügbaren Angeboten bei etwa 4 Prozent und ist damit enorm hoch. Die schlechtesten Anbieter bieten ihren Kunden lediglich 1,5 Prozent, während die besten Angebote bereits über 5 Prozent (Neukunden) liegen und sich damit mehr als dreimal so stark rentieren.

Allerdings trifft diese Zinsdifferenz oft nur bei bestimmten Anlagesummen zu. Mitunter muss der Kunde auch Abstriche bei der Einlagensicherung machen. Denn nicht alle Banken sind Mitglied im Einlagensicherungsfonds, sodass die Anlage bei manchen Instituten naturgemäß entsprechende Risiken mit sich bringt. In diesen Fällen liegt die Haftungsgrenze meist bei 20.000 Euro, da nur der staatliche Einlagensicherungsfonds greift.

Aber auch in Punkto Verfügbarkeit und Laufzeit der Konditionen gibt es erhebliche Unterschiede. So sind viele Angebote entweder nur für Neukunden verfügbar oder sie sind zeitlich befristet, sodass die Konditionen nach Ablauf der Aktionsdauer wieder zu Ungunsten des Kunden geändert werden.

Legt man nur Angebote zu Grunde, die auch wirklich stetig und für Jedermann verfügbar sind, so fällt die Zinsdifferenz vom besten zum schlechtesten Angebot sicherlich geringer aus. Allerdings ist der Unterschied selbst dann nicht unerheblich, da er meist immer noch bis zu zwei Prozent betragen kann. Somit sollte vor dem Abschluss eines Tagesgeldkontos unbedingt eingehend geprüft werden, ob die Rendite marktgerecht ist.