Tagesgeld versus Fonds-Sparplan

Nach dem Börsencrash der 1990er Jahre flohen viele Anleger aus Aktien. Die Banken boten ihnen Fonds-Sparpläne an, mit deren Hilfe das Verlustrisiko minimiert werden konnte. Jedoch lehnten viele Sparer Börsenprodukte grundsätzlich ab, gaben sich aber auch nicht mehr mit den geringen Zinserträgen herkömmlicher Geldanlagen zufrieden. Die Einführung des Tagesgeldkontos erwies sich als ein geschickter Schachzug, den Kunden an die Bank zu binden und ihm Zufriedenheit zu vermitteln.

Fonds-Sparpläne sind jedoch weiterhin eine sinnvolle Ergänzung zu einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto. In der Regel erwirtschaften sie über lange Zeit gesehen einen Wertzuwachs, der andere Anlageformen schlägt. Sparer reduzieren die Rendite ihrer Fonds häufig dadurch, dass sie Empfehlungen der Bank zur Umschichtung Folge leisten. Dadurch werden zusätzliche Gebühren fällig, die zu Lasten des Gewinns gehen.

Banken rechtfertigen ihre regelmäßigen Empfehlungen gerne mit ihrer gesetzlichen Verpflichtung, auf mögliche Ertragseinbußen hinzuweisen. Dennoch ist das Gesamtergebnis für den Anleger oft günstiger, wenn er bei seinem einmal gewählten Fonds verbleibt.

Auf keinen Fall sollte das gesamte Vermögen in Fonds-Sparplänen angelegt werden. Da Schwankungen im Börsenkurs die Regel sind, ist es ungünstig, an einem bestimmten Tag Fondsanteile verkaufen zu müssen; diese können gerade dann einen geringen Wert aufweisen.

Darum wird jeder kluge und verantwortungsvolle Sparer darauf achten, einen ausreichend großen Anteil seines Vermögens in Form jederzeit abrufbaren Tagesgeldes angelegt zu haben.