Gibt es Mindestanlagesummen beim Tagesgeld?
Inwieweit eine Mindestanlagesumme verlangt wird, und wie hoch diese speziell ausfällt, hängt vom Anbieter des Tagesgeldkontos ab. Einige Banken mit Filialnetz erwarten von ihren Kunden Mindestanlagebeträge, weil sie mit den Kundengeldern selbst wirtschaften und damit eine höhere Rendite erzielen wollen, als sie dem Kunden zahlen. Oft wird die Verzinsung der Tagesgelder auch nach dem Anlagebetrag gestaffelt. Das bedeutet für den Kunden dann beispielsweise, dass für eine Geldanlage von 2.000 Euro nur 2,5 Prozent Zinsen gezahlt werden, während bei 10.000 Euro schon 3,6 Prozent und bei 20.000 Euro unter Umständen 4,2 Prozent gezahlt werden. Das soll den Anleger dazu animieren, möglichst große Summen auf dem Tagesgeldkonto zu deponieren.
Da Tagesgeldkonten in erster Linie für private Anleger gedacht sind, erfolgt auch eine Beschränkung der Verzinsung nach oben, das heisst, viele Banken zahlen den angebotenen Zins nur bis zu einer bestimmten Anlagehöhe. Wer mehr anlegt, bekommt dann wieder niedrigere Zinsen für den darüber liegenden Betrag. Welche Anbieter das wie genau handhaben, lässt sich über einen Tagesgeldkontenvergleich herausfinden. Die Direktbanken fordern in der Regel von ihren Kunden keinen Mindestanlagebetrag, sondern verzinsen das Gesparte vom ersten Euro an. Das gesamte Guthaben auf dem Tagesgeldkonto steht dem Anleger jederzeit zur freien Verfügung und ändern sich die Konditionen bei der Bank, ist es kein Problem, ein weiteres Tagesgeldkonto bei einem Konkurrenzanbieter zu eröffnen.
Zurück zu Fragen und Antworten