Muss ich bei Tagesgeld Kündigungsfristen beachten?

Die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto bietet gegenüber dem Sparbuch nicht nur den Vorteil der weitaus attraktiveren Verzinsung für den Anleger, sondern auch den der weitaus besseren Verfügbarkeit. So kann der Sparer vom Sparbuch monatlich nur über 2.000 Euro verfügen. Möchte er von seinen Ersparnissen auf größere Beträge zurückgreifen, ist das nicht ohne Weiteres möglich. Wird gar das gesamte Sparguthaben kurzfristig benötigt, berechnen die Banken dafür Vorschusszinsen.

Anders verhält sich das beim Tagesgeldkonto. Hier kann der Anleger zu jedem Zeitpunkt, an dem es ihm beliebt, über das gesamte Guthaben ohne Zinsverlust verfügen. Auch die Kündigung eines bestehenden Tagesgeldkontos ist problemlos möglich. Jeder Anleger kann sein Tagesgeldkonto zu jeder Zeit und ohne die Angabe von Gründen kündigen. Doch eigentlich reicht es auch, wenn über die Anlagen anderweitig verfügt wird.

Wer beispielsweise das Tagesgeldkonto wechselt, weil ein anderer Anbieter derzeit eine weitaus bessere Verzinsung bietet, der muss nicht gleich sein bestehendes Tagesgeldkonto kündigen. Es kann auch offen gehalten werden für den Fall, dass die Verzinsung demnächst wieder attraktiver wird. Damit spart sich der Anleger dann den Aufwand für eine eventuelle neue Kontoeröffnung. Das Konto verursacht keine Gebühren, kann also ohne zusätzliche Kosten weiter geführt werden. Auch dann, wenn gerade die Anlage auf einem anderen Tagesgeldkonto erfolgt.

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