Tagesgeld trotz Krise attraktiv

Die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die hohe Staatsverschuldung einiger europäischer Länder drücken auf die Rendite von Sparern. Viele Anleger, die Sicherheit wünschen, müssen sich häufig mit enorm niedrigen Zinssätzen zufrieden geben. Vor allem Sparer, die in Bundeswertpapiere investieren, erhalten kaum noch nennenswerte Rendite, sodass das Geld durch die vorherrschende Inflation eher weniger denn mehr wird.

Bundesschatzbrief mit 1% Rendite

Bundeswertpapiere galten lange Zeit als Hort der Sicherheit, denn die Bundesrepublik Deutschland ist ein Land mit hoher Bonität und daher bei Anlegern beliebt. Zwar ist die Bonität auch heute noch hervorragend, selbst bei längerfristigen Anlagen ist es aber kaum mehr möglich, eine Rendite über 2% p.a. zu erwirtschaften. Der beliebte Bundesschatzbrief mit sechsjähriger Laufzeit erzielt aktuell eine Rendite von wenig mehr als 1% p.a., für die siebenjährige Variante können Anleger während der Anlage lediglich eine Durchschnittsrendite von 1,25% p.a. erhalten.

Bundeswertpapiere versus Tagesgeld

Für viele Anleger sind Bundeswertpapiere daher keine Anlagealternative. Deutlich interessanter sind da schon die Angebote vieler Banken und Direktbanken im Bereich Tagesgeld. Bei Tagesgeldkonten ist es heute möglich, Renditen von 2,7% p.a. zu erhalten und dies bei vergleichbarer Sicherheit. Besonders hohe Zinssätze bieten aktuell die Bank of Scotland sowie MoneYou, wo Anleger die genannten 2,7% p.a. Spitzenzins erhalten können. Aber auch die VTB Bank bietet derzeit einen Zins von 2,7% p.a., bei der ING-DiBa können Neukunden immerhin noch 2,5% p.a. erhalten.

Tagesgeldkonten haben Bundeswertpapieren damit den Rang abgelaufen und werden immer häufiger genutzt, um Gelder kurz-, mittel- oder langfristig anzulegen. Selbst für Kinder scheuen Eltern immer häufiger die längerfristige Geldanlage und nutzen flexibel gestaltete Tagesgeldkonten. Der große Vorteil hierbei ist, dass diese Konten zum einen täglich verfügbar und zum anderen flexible Einzahlungsmöglichkeiten bieten. Anleger müssen sich also nicht entscheiden, ob ein gewisser Geldbetrag fest angelegt werden soll. Vielmehr ist es möglich, den monatlichen Überschuss aufs Tagesgeldkonto zu überweisen und gleichzeitig einen festen Sparbeitrag zu investieren.

Im Unterschied zu anderen Anlageformen ist der Zins bei Tagesgeldkonten allerdings variabel. Hierdurch ist es den Banken möglich, die Zinssätze nach oben oder unten zu verändern, analog den Marktkonditionen.